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Galerie mekan68

Neustiftgasse 68/1
1070-Wien
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Öffnungszeiten: Freitag & Samstag  13:00 - 18:30

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© 2019 by Mekan68

Ausstellungen

 20.11.2018 - 19.00 Uhr

GEMEINSAME BÜHNE

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OZAN TÜRKKAN

mekân68 freut sich, in seinen Räumen – die Arbeiten von OZAN TĞRKKAN zeigen zu können. Die Ausstellung wird am Dienstag, 20. November 2018 um 19 Uhr eröffnet. Sie können die Ausstellung bis 9. Dezember 2018 innerhalb unserer Öffnungszeiten besuchen. 

„Gemeinsame Bühne“

von Ozan Türkkan
kuratiert von Mehmet Kahraman
Eröffnung: Di., 20. Nov. 2018 um 19:00
Dauer: 20. Nov. – 8. Dez. 2018

Cities also have a memory. Artists transform the components of this memory into perception by giving shape to the data material. In the exhibition curated by Mehmet Kahraman, artist Ozan Türkkan plans to create a data sculpture in which he will derive connections, variables and transformations of the data flow of a collective memory (archive) permanently produced by individuals in the chaotic rhythm of public space.


About the Curator
Mehmet Kahraman, 1986, Izmir, is curator, and writer. He received his Bachelor’s in Art History at Mimar Sinan Fine Art University, 2011. He is a regular contributor to several art Magazines in Turkey; director and curator at REM Art Space in İstanbul.

About the Artist
New media artist, Ozan Turkkan worked many years in the field of multimedia and digital arts. He studied and practiced various art disciplines in Istanbul, Philadelphia, Salamanca, Florence, Barcelona and Brussels. After he graduated from The University of Salamanca, he received his Master degree in Multimedia at BAU (Escola Superior de Disseny) in Barcelona, where he lived and worked for 10 years as a new media artist.
His works were exhibited in art centers, museums and galleries such as; Santa Monica Art Centre Barcelona, Reina Sofia Museum Madrid, Centre of Contemporary Art Luigi Pecci Florance, Torrance Museum Los Angeles, Victoria House London, Lincoln Center NY, Banannefabrik Luxembourg, Europalia Art Festival Brussels, Les Brigittines Contemporary Arts Centre Brussels, Museum of Contemporary Art Belgrade, Santral Istanbul, Akbank Art Istanbul, Gallery Mitte Barcelona, LOOP Video Art Festival Barcelona, Rotterdamse Schowbourg Rotterdam…
Living in numerous cities throughout of his life Ozan Turkkan has developed a sense of multiculturalism and cosmopolitanism which characterized his works. Complicated structures, conflicting and coexisting colors and diversity have been a parameter to push the artist to stress on complex field which is converging around the art, new technologies and the sciences of nature. His work is centered on experimental media with a focus on virtual reality experiences, generative computer arts, fractals, algorithmic art, interactive art, moving images and motion as a reflection of impermanent nature of existence, human and social behavior. He is currently based in Vienna.


Galerie Mekan68
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Öffnungszeiten während Vienna Art Week: täglich zwischen 15:00 – 18:30

 16.05.2018 - 19.00 Uhr

EINE ODYSSEE

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ILKHAN SELCUK ERDOGAN

mekân68 freut sich, in seinen Räumen – die Arbeiten von ILKHAN SELCUK ERDOGAN zeigen zu können. Die Ausstellung wird am 16. Mai 2018 um 19 Uhr eröffnet. Sie können die Ausstellung bis 16. Juni 2018 innerhalb unserer Öffnungszeiten besuchen. 

Die Ausstellung

Die Möglichkeit eines weiteren Erdogans?

Ein weiteres Syrien?

Ein anderer arabischer Frühling….

Vielleicht klingt es nach einer törichten Erwartung. Glaube mir, das tut es nicht. «Wie?» möchtest du fragen. Ich gebe dir einen kleinen Hinweis:

Schließe deine Augen. Reflektiere, was du medial ausgesetzt wurdest. Stelle dir vor, was alles passiert ist und rufe die Bilder nochmal ab: fallende Bomben, weinende Kinder, tausende, für einen falschen Gott marschierende Menschen….leere, karge Wüsten, Gewehre, Waffen, unschuldige Menschen transloziert. Setz’ dich über die einfassenden Grenzen der Realität hinweg, um es zu veranschaulichen.

Idealisiere eine neue Vision; behutsam um die Realität nicht aus den Augen zu verlieren, doch schnell genug um Farben zu entdecken, die noch niemand zuvor gesehen hat. Verwende den Einfluss der Technologie verbunden mit einzigartiger Handwerkskunst, um die Farben deines Geistes einen neuen Präsidenten, einen neuen Mittleren Osten, wenn nicht sogar eine ganz andere Welt zu malen. Nicht mit dem dir gezeigten verbunden, nicht von anderen Worten bestimmt. Stelle es dir selbst vor.

Ich lade jede und jeden von Euch ein, sich einen anderen Erdogan, einen anderen Assad, einen anderen arabischen Frühling vorzustellen; eine andere, neue Form von Demokratie. Um mehr als nur eine Zeugin, ein Zeuge der Geschichte zu bleiben, lade ich Euch ein, zu fühlen und zu träumen, wie alles anders sein könnte.

Die Fähigkeit zu sehen, Potenzial zu erkennen, bedeutet auch zu glauben und ich glaube an einen anderen Erdogan. Ich möchte künstlerische Ideen zu einer Form des Ausdrucks kombinieren, die politischen und sozialen Mythen unseres Jahrhunderts durch Kunst und Musik offenlegen können. Ich glaube an das was ich sehe und an die Möglichkeit einer anderen Realität.

Meiner Kunst und deren Form liegt keine, mir diktierte Konformität und keine Denkschule zu Grunde. Im Gegenteil, ich sehe meine Kunst als einen Gedankenfaden:

So dünn; wie die Luft, die Du einatmest. So dünn, dass es ein anderes determiniertes Dogma vor deinen Augen aufspaltet.

Die Mythen des 21. Jahrhunderts über den Mittleren Osten werden durch meine künstlerische Perspektive re-visualisiert.

www.10lcr.com

 22.11.2017 - 19.00 Uhr

Eröffnung: 22. November 2017 | 19:00

TARLABASI, SCHÄNDLICHE STADT


mekân68 freut sich, in seinen Räumen – eine Einzelausstellung von ALI ÖZ zeigen zu können. Die Ausstellung wird am 22. November 2017 um 19 Uhr eröffnet.

Die Ausstellung

„Ein gelungenes Foto soll für sich selbst reden können. Es soll ein Leid beinhalten. Es soll Gefühle erwecken. Es soll die Geschichte eines Menschen erzählen. Ein Foto übermittelt uns immer was besonderes. Ich habe zwei Kriterien für ein gelungenes Foto. Man macht ein Foto und präsentiert es den Zuschauern und beobachtet ihre Reaktionen. Wenn die Reaktionen, die Erwartungen entsprechen, dann ist es ein gelungenes Foto.“ Ali Öz

Tarlabasi ist ein Stadtviertel in Istanbul, das zum Opfer zur Stadterneuerungstrend in der Türkei gefallen ist. Es befindet sich in der Nähe von Taksim. In Tarlabasi wohnten die Minderheiten wie Kurden, Roma, Migranten aus den benachbarten Ländern bzw. Afrika und auch Transsexuellen. Der Dokumentarfotograf Ali Öz hat zwei Jahre die Konsequenzen des Stadterneuerungsprojekts für die dort ansässigen Menschen und für die historischen Gebäude beobachtet und fotografiert. So ist seine Ausstellung „Tarlabasi – Schändliche Stadt“ entstanden. Bis jetzt wurden seine Fotos in verschiedenen Städten unter dem gleichen Namen ausgestellt. Ali Öz hat auch ein Fotobuch mit dem gleichen Namen veröffentlicht.


 

 31.05.2017 - 19.00 Uhr

Eröffnung: 31. Mai 2017 | 19:00

Fragmentieren und seine Reversibilität als Fragestellung



mekân68 freut sich, in seinen Räumen „Fragmentieren und seine Reversibilität als Fragestellung“ – eine Einzelausstellung von Simon Barta zeigen zu können. Die Ausstellung wird am 31. Mai 2017 um 19 Uhr eröffnet.

Die Ausstellung

Ein begrenzter Raum erhält seinen Sinn (als Antwort) durch eine Frage in Form von Begrenzung. Weil die Antwort (also der Raum) erst durch die Frage ihre  Form und ihren Inhalt  bekommt, können wir das Suchen nach den Fragen als einen kreativen Prozess begreifen, oder die Fragen so gestalten,  dass wir in dem begrenzten Raum nach künstlerischem Sinn forschen.

Wir nehmen einen Text und fragmentieren ihn (Entfremdung) in seine Bestandteile, also in Wörter oder Buchstaben, so weit, bis er nur mehr ein Objekt ist. Gleichzeitig erforschen wir seine Ursprungsform, die  Reversibilität des Prozesses (aber Reversibilität nicht mehr im mechanischen  sondern im dialektischen Sinn), indem wir bei dem Objekt nach einer Art „Erzählung“ suchen!

Die Frage können wir auch so gestalten, dass das Fragmentieren erst erreicht wird, indem wir mehrere Bilder (z.B. mehrere Leinwände) als Fragmente eines Bildes annehmen und sie so zusammenbringen und nun ein Objekt-Bild entsteht.

Wir versuchen durch diese Fragestellungen eine Annäherung an eine künstlerische Sprache, welche eine dialektische Umwandlung beinhaltet.


 

 16.03.2017 - 19.00 Uhr

Eröffnung: 16. März 2017 | 19:00

„Unpredictable Snapshots“ von Sait Mingü

 



mekân68 freut sich, in seinen Räumen „Unpredictable Snapshots“ – eine Einzelausstellung des türkischen, zeitgenössischen Künstlers Sait Mingü zeigen zu können. Die Ausstellung wird am 16. März 2017 um 19 Uhr eröffnet.

In „Unpredictable Snapshots“ verbildlicht Sait Mingü realistische Figurenelemente in unerwarteten Welten mit einer ungewöhnlichen und dynamischen Liniengestaltung, einem raffinierten Farbensinn und einer hohen Ausdruckskraft.

Mingü kombiniert flüchtige, schöne und zugleich surreale Schnappschüsse, die vom gewöhnlichen Leben befreit sind. Er betont den Gegensatz zum Alltäglichen mit einer Fantasie erfüllten Realität, einer Liebe zur Natur und dem Lebenden. Durch die Verwendung von Ecoline sind die Farben seiner Malerei tiefwirkend, womit der Künstler seine innere Welt von überragender Emotion und Stimmungsschwankungen zum Ausdruck bringt.

Vom Meer und der Welt jenseits des ersten Eindrucks fasziniert, zeigt Mingü eine Welt unvergleichlicher Kreaturen, Formen und Farben. Ein früherer Tiefseetaucher fügt einen Tintenfisch, einen Hai, einen Stachelrochen ins Bild hinzu. Mittelpunkt ist zugleich Mensch und Tier. Man sieht einen fliegenden Hund mit Luftballons, eine Frau mit in der Luft stehenden Beinen, hochspringende Frauen und Männer. Klare Elemente des Wassers, der Luft, der Erde und des Gleichgewichts werden zur Schau gestellt. Man merkt in seinen Figuren die Liebe zu Komikbüchern sowie zur digitalen Welt, hier auch als Maltechnik angewendet. Das Zeichnen, die Malerei und Neue Medien kommen in seinen Bildern und seiner Technik zusammen.

Starke Konturen seiner Figurenelemente sind lebhaft und zugleich verschwommen. Die durch Farbe erweckte Intensität der Emotionen verschwimmt mit den transparenten, rhythmischen Linien der Ruhe und Schlichtheit und treffen auf Leere, Einsamkeit und sich in Melancholie verwandelnde, existentielle Angst. In den Werken des auf Form und Komposition Wert legenden Künstlers findet man die Zusammensetzung von Wirklichkeit und Traum, geometrischer Fiktion und einer poetischen Atmosphäre.

Mingü selbst erklärt: „Jedes Bild besitzt seine eigene Sprache. Wenn ich diese Sprache in Worten übermitteln könnte, würde ich nicht malen, sondern schreiben“. Die Werke des Künstlers sind in der Ausstellung „Unpredictable Snapshots“ von 17. März bis 13. Mai 2017im mekân68 zu sehen.

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Über den Künstler

Sait Mingü ist 1977 in Istanbul geboren und absolvierte die Fakultät für Gemälde an der Mimar Sinan Universität in Istanbul. Von 2001-2006 arbeitete er als Art Director bei der Werbeagentur Saatchi&Saatchi und seit 2006 ausschließlich als Künstler.

 06.12.2016 - 19.00 Uhr

 

Eröffnung: 6. Dezember 2016 | 19:00

Vier Künstler – Canan Dagdelen, Ahmet Oran, Kemal Seyhan, Ekrem Yalcindag – stellen ihre aktuellen Arbeiten in der Ausstellung im mekan68 vom 6. - 28. Dezember 2016 aus.

 

Canan Dagdelen ist besonders an Architektur interessiert und interpretiert architektonische Formen im Zusammenhang mit verschiedenen Inhalten. Sie experimentiert auf authentische Art und Weise mit Bedeutungen dieser Formen, wobei sie auch die Begriffe Zugehörigkeit und Sesshaftigkeit durch Architektur hinterfragt. Somit lädt sie die Zuschauer zu neuen kulturellen Betrachtungen ein. Der Ausgangspunkt ihrer ausgestellten Objekte ist die Doppelstruktur des Doppelbades „Haseki Hürrem Sultan Hammam“ in Istanbul von Mimar Sinan, dem Hauptarchitekten des Osmanischen Reiches. Wiederholung, Rhythmus und Gleichgewicht sind Elemente, die Dagdelen für ihre Installationen inspirieren.

 

Ahmet Oran zeichnet sich andererseits durch seine abstrakten Gemälde von Farbfeldern aus. Mit Schraffuren, Einritzungen und Spachtelspuren entstehen Bildoberflächen, die durch ihre Vielschichtigkeit lyrische Linien und manchmal auch spiralförmige Motive hervorheben. Das Farbenmuster jedes Bildes folgt einem Entstehungsprozess, welches aufgezeichnet und kontrolliert wird und zum Schluss gleichzeitig durch Freiheit und Spontanität entsteht. Farbschichten sind ein Ausdruck verschiedener Zeiten des Seins und Entstehens – der Existenz auch eines Werkes. Orans Werke befassen sich mit dem Materiellen, Immateriellen, dem kontrolliertem Denken und der lebendigen Aktion.

 

Kemal Seyhan konzentriert sich in seinen abstrakten Bildern eher auf das Horizontale, Vertikale, Farbe sowie auf die Intensivierung. Zuallererst wird die Leinwand mit vertikalen und horizontalen Linien in schwarz angestrichen. Farbe definiert nicht den Raum der Leinwand, sondern die Intensivierung des Prozesses, wobei subtilere Farben der Natur und der physischen Umgebung Seyhans wie grau, blau, manchmal rot, grün und schwarz später schichtenweise mit einer Spachtel aufgetragen werden. Es ergibt sich ein organisierter und zugleich chaotischer Zugang zur Malerei. Gleichzeitig unterstreicht Seyhan in seinen Bildern Zeitabstände und hinterfragt nicht den psychischen Zustand sondern die Malerei.

 

Ekrem Yalcindag unterscheidet sich in seiner abstrakten Malerei, indem er aus oft geometrischen Formenbildungen ornamentale und sich wiederholende Motive schafft. Wie in dieser Ausstellung sichtbar, ist sein Merkmal das große Rundbild, das aus vielfarbigen, konzentrischen Ringformen besteht. Eine außerbildliche Wirklichkeit beeinflusst seine stimmigen Farbkombinationen. Sowohl durch Farbe als auch durch sehr feine, fast auf null ausgeführte Pinselstriche unterscheiden sich seine Werke von Orans und Seyhans Gemälden. Yalcindags ornamentales, detailliertes Gesamtbild baut auf hunderten kleinen Fächern auf. Sein Malprozess ist technisch und zeitlich anspruchsvoll.

 

Alle vier Künstler sind nicht nur durch diesen Raum aber auch durch ihre Beziehung zur Türkei und Österreich, und – im Fall von Yalcindag – zu Deutschland, aber auch durch ihre internationale und zeitgenössische Tätigkeit miteinander verbunden. Ihre gemeinsame Ausstellung ist vom 6. bis 28. Dezember 2016 im mekan68 zu sehen.

 

 

Dagdelen (1960, Istanbul) hat 1986 in Wien ihr Studium in Betriebswirtschaft absolviert, anschließend studierte sie bis 1991 an der Universität für Angewandte Kunst. Seit 2003 lehrt sie an der gleichen Universität als Lektorin. Ihre Werke befinden sich unter anderem auch in: Lentos Kunstmuseum Linz, Museum Liaunig in Neuhaus/Suha, Qatar Foundation Doha, Istanbul Modern, 21st Century Museum of Contemporary Art Kanazawa und in internationalen Privatsammlungen.  

 

Oran (1957, Canakkale, Türkei) hat 1980 Malerei unter Professor Adnan Coker an der Istanbuler Akademie der Bildenden Künste und 1986 Malerei, Glaskunst und Graphische Kunst unter der Professur von Carl Unger an der Universität für Angewandte Kunst in Wien studiert. 1986-1987 absolvierte er unter Professor Adolf Frohner. Seine Werke befinden sich in: Istanbul Modern, Kunsthalle Bonn, Lentos Kunstmuseum Linz sowie in internationalen Privatsammlungen.

 

Seyhan (1960, Kayseri, Türkei) hat nach seinem Studium der Soziologie an der Istanbuler Bogazici Universität in 1982 in Wien Kunstgeschichte und Philosophie studiert. 1981 begann er sich mit Kunst zu beschäftigen und fing 1987 mit dem Studium an der Universität für Angewandte Kunst in Wien an. 1996 absolvierte er unter Professor Adolf Frohner. Seine Werke befinden sich in Istanbul Modern und mehreren internationalen Privatsammlungen.

 

Yalcindag (1964, Gölbasi, Türkei) studierte von 1985 bis 1989 Bildende Kunst an der Dokuz Eylül Universität in Izmir und beendete 1993 seinen Master unter Professor Adem Genc. 1994-1999 absolvierte er die Städelschule Frankfurt unter Hermann Nitsch und Thomas Bayrle. Seit 2013 unterrichtet er als Gastprofessor an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. Seine Werke befinden sich unter anderen in: Istanbuler Borusan Museum, Istanbul Modern, Kunstmuseum Stuttgart, Zürcher Haus Konstruktiv und der Münchner Sammlung Goetz.

 20.10.2016 - 19.00 Uhr

 

birdirbir von MEHTAP BAYDU

Eröffnung: 20. Oktober 2016 | 19:00

 

mekân68 freut sich, in seinen Räumen „birdirbir“ eine Einzelausstellung der namhaften türkischen Künstlerin Mehtap Baydu zeigen zu können. Die Ausstellung wird am 20. Oktober 2016 um 19 Uhr eröffnet.

 

 

Mehtap Baydu: „Meine künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten, Zeichnung, Skulptur, Performance, Installation und Fotograf nutze ich um soziale Strukturen der multikulturellen Gesellschaft widerzuspiegeln. Mit meinen Arbeiten gebe ich den Menschen die Möglichkeit Grenzbereiche zu erfahren und etwas zu tun, was in der Regel nicht Gegenstand ihres Lebens ist. Die Menschen nehmen in meinen Arbeiten ebenso wie ich selbst die Rolle des Besuchers, Betrachters, des Publikums oder die des Teilnehmers ein, hierbei entwickelt sich die Position in der Regel im Prozess.

 

Bei der künstlerischen Auseinandersetzung mit Kulturen werden zwangsläufige Themen wie Politik und Religion berührt. In meinem Fall kann dies zu schwerwiegenden Irritationen führen. Rede ich von der Schönheit der Frau, werde ich der Gleichgeschlechtlichen Liebe zugeordnet. Zeige ich die türkisch Islamische Paradiesbelohnung bin ich eine islamfeindliche Feministin. Befasse ich mich mit arrangierten Ehen bin ich für die einen eine Freiheitskämpferin und für die anderen ein Verräter. Weder, noch!

 

Politik und Religion verbindet in allen Kulturen und Ausprägungen der Wunsch größtmöglicher Zustimmung. Der Mensch als Individuum wird der Gesellschaft untergeordnet. Die alltäglichen

Aus- und Abgrenzungen sind allgegenwärtig, werden in Politik und Religion unabhängig von Kulturkreisen nach Belieben instrumentalisiert, verworfen und bei Bedarf dem eigenen Nutzen zugeführt. Meine Arbeiten können als Versuch verstanden werden Rollenverständnis und gesellschaftliche Normen, Kultur- und Raumübergreifend zu betrachten.“

 

***

 

Über die Künstlerin

 

Mehtap Baydu, geb. 1972 in Bingöl, Türkei, lebt und arbeitet in Berlin. Zwischen 2005 und 2010 studierte sie Freie Kunst an der Kunsthochschule Kassel bei Prof. Dorothee von Windheim und legte bei ihr und bei Prof. Urls Lüthi ihre Abschlussprüfung ab. Anschließend war sie bis 2011 Meisterschülerin von Prof. Dorothee von Windheim. Sie erhielt Stipendien der Universität und der Braun Stiftung. Zuvor studierte sie von 1997 – 2000 Bildhauerei an der Kunstfakultät der Hacettepe Universität in Ankara, Türkei. In 2011 erhielt sie neben einer Projektförderung durch die Dr. Wolfgang-Zippel-Stiftung den UPK – Kunstpreis Kassel. Zu ihren letzten Ausstellungen gehören“ is yearning is ours!” Kurator: Lora Sarıaslan Centre of Contemporary Art Znaki Czasu in Torun (CoCA), Poland 2016

“Cocoon-Koza” Galerie Nev, Ankara (solo,2015) „alèm mar“ in Montes Carlos, Brasilien (2014), SILENCE im Künstlerhaus Stuttgart, Kurator Annan Yildiz. (2014), HEUTE HIER - bugün burada im Haus am KLIESTPARK, Berlin, THE UNANSWERED QUESTION. ISKELE2, kuratiert von Rene Block (2013), Berlin, TURKISH ART NEW AND SUPERB in Tanas und Kassel 2010, Spaziergang in der Kunsthalle Fridericianum Kassel.

 

 

***

 

Über mekân68

 

Das Projekt „mekân68“ wurde auf Initiative einer in Wien lebenden Gruppe von Kunstschaffenden, Kunsthistorikern und Kunstliebhabern mit österreichisch-türkischen Wurzeln, mit der Unterstützung des Sankt Georgsabsolventenvereins gegründet, um den interkulturellen Dialog zwischen Orient und Okzident durch kulturelle Aktivitäten zu fördern.

 

Die Ambition von „mekân68“ ist es herausragende zeitgenössische KünstlerInnen mit prägenden Arbeiten, experimentellen Ansätzen und neuen Positionen zu präsentieren. Neben Ausstellungen sind auch Literaturbegegnungen, Vorträge und Musikveranstaltungen geplant. Des Weiteren widmet sich „mekân68“ zum Aufbau eines Dokumentationsarchivs, um Projekte und Künstlerportfolios online zugänglich zu machen. Ziel ist es einen lebendigen Austausch zwischen Künstlern, Experten und der interessierten Öffentlichkeit zu etablieren.

 

Der Kunstraum „mekân68“ wurden von Architekt und Gründungsmitglied Walter Stelzhammer gestaltet und befindet sich auf der Neustiftgasse 68 - der namensgebenden Hausnummer zu „mekân“, was auf Türkisch „Raum“ bedeutet.

 14.09.2016 - 19.00 Uhr

 

MIRROR OR RIM  von LALE TARA, im Geist von DADA…

 

Kurator: Engin Özendes (ESFIAP)

 

 

Mekan68 freut sich, in seinen Räumen mit „MIRROR OR RIM“ erstmals in Wien eine Einzelausstellung der namhaften türkischen Künstlerin Lale Tara zeigen zu können. Die Ausstellung wird am 14. September 2016 um 19 Uhr eröffnet.

 

Lale Tara ist bekannt für ihre surrealen, atmosphärisch dichten und häufig provokanten fotografischen Arbeiten. Indem ihre erzählerische Fotografie alternative Realitäten konstruiert und die Thematik verschwommener Dualitäten erkundet, bringt sie Tendenzen hervor, die den herrschenden Kulturkanons zuwiderlaufen. Damit überschreitet sie bewusst die Grenzen zwischen verschiedenen künstlerischen Medien, zwischen Historischem und Zeitgenössischem, zwischen den Kulturen wie auch zwischen dem Selbst und dem Anderen.

 

Während in letzter Zeit auf den Bildern von Lale Tara immer eine lebensgroße Puppe als ihre Doppelgängerin zu sehen war, erscheint sie in ihrer neuen Bildreihe „MIRROR OR RIM“ selbst in den Szenen, gleichzeitig aber auch (hinter der Kamera) an deren Peripherie: im Spiegel und im Rahmen. Diese Arbeiten befassen sich mit der Absurdität von Zeit und Raum und spiegeln die rätselhafte Irrationalität der Welt mit feinem visuellem Witz wieder. In ihnen lebt wahrlich der Geist von DADA wieder auf. So hat Lale Tara denn auch drei Arbeiten dieser Serie drei DADA-Künstlerinnen gewidmet.

 

Besonders faszinierend ist das Bild von ihr selbst als Lampe, in dem sie beleuchtet und beleuchtet wird, sowohl Lichtquelle als auch Lichtempfängerin ist, das A und O der Kunst des Schattenfangens. Gewidmet ist das Werk Emmy Hennings.

 

Das Bild des Hochzeitspaares mit seinem Spiegel und dem Schoßhund in ein pfiffiger Verweis auf Jan van Eyck. Damit weist es sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft, erregt humorvoll Aufmerksamkeit und macht neugierig darauf, seine Details näher zu erkunden.

 

Tara hat den zeitgenössischen türkischen Künstler Ali Elmacı eingeladen, bei einem der Bilder mit ihr zusammenzuarbeiten. Dabei steht sie Elmacı für eine Zeichnung Modell, während sie selbst die Szene mit ihrer Kamera einfängt. Diese Arbeit ist Elsa von Freytag-Loringhoven gewidmet.

 

Der eingerahmte 50-SFr.-Geldschein ist dem Gedenken an Sophie Taeuber-Arp gewidmet.

 

Mit seinem Anliegen des humorvoll Absurden und der trotzigen Weigerung, verstanden zu werden, ist  „MIRROR OR RIM“ eine hundertjährige Hommage an DADA.

 

***

 

Über die Künstlerin

 

Lale Tara (geb. 1957) lebt und arbeitet in Istanbul, Türkei. Sie ist bekannt für ihre surrealen, atmosphärisch dichten und häufig provokanten Fotos mit einer lebensgroßen Puppe als ihrer Doppelgängerin, die an entfremdeten und verlassenen Orten in Szene gesetzt werden.

 

Hinter jedem Projekt steht eine einem Film vergleichbare Produktion, bei der Tara als Autorin, Produzentin und Fotografin mit einem erfahrenen Team von Mitarbeitern eine Aufnahme an einem Schauplatz oder im Studio inszeniert, um aus einer Fotografie ein Ereignis zu machen.

 

Tara hat an zahlreichen Ausstellungen im Nahen Osten, in Asien und Europa teilgenommen, darunter Gruppen- und Einzelausstellungen im Istanbuler Museum für Moderne Kunst (Türkei). Ihre Werke finden sich im Privatmuseum Salsali (Dubai, VAE), der Samawi-Sammlung (Dubai, VAE), dem Istanbuler Museum für Moderne Kunst (Türkei) und der Sevil-Sabancı-Sammlung (Türkei).

 

Vernissage: Mittwoch, 14 September 19:00

 

Neustiftgasse 68/1

1070, Wien

 

 18.05.2016 - 19.00 Uhr

 

OHNE

 

mekân68 veranstaltet die Ausstellung “Ohne” bestehend aus Bildern und zeichnerischen Arbeiten von 13 KünstlerInnen aus Istanbul. Die zwischen 18 Mai – 18 Juni 2016 zu besuchende Ausstellung rückt den Begriff „Verlust“ als Hauptmotiv in den Vordergrund.

 

Es sind Zeiten, wo wir den Verlust des Bodens unter unseren Füßen spüren und unsere Hoffnungen über die Zukunft verletzend überschattet werden. Millionen Menschen flüchten vor der Kriegszerstörung vor der Grausamkeit der Völkerkriege, der autoritärer Regime und religiösen Fanatismus. Sie müssen ihre Heimat, ihre Häuser verlassen und sich von Allem trennen, was ihnen lieb und wertvoll ist. Für ein besseres, menschenwürdigeres Leben nehmen sie jedes Risiko, sogar den Tod in Kauf. Und wir bezeugen das Ganze notgedrungen. Die Spiegelung ähnlicher Katastrophen in unserer Umgebung nehmen wir in verschiedenen Formen und Stärken wahr. In manchen Regionen fürchten wir vor der Auflösung gesellschaftlicher Werte sowie der Auflösung der Vorzüge der zivilisierten Welt. In den anderen Regionen wird Angstpolitik getrieben, die die Sorgen über den Verlust der kulturellen Homogenität stimulieren. Die Ausstellung „Ohne“ verfolgt die Spur des Verlustes, die Angst vor dem Verlieren, der Schwierigkeit und der Notwendigkeit des Weiterlebens danach.

 

Die Ausstellung ist das Produkt der Zusammenarbeit und gemeinsames Design der KünstlerInnen. Die auf einer Wand, ein Clique bildend nah aneinander angehängte Werke ahmen Annäherung und Solidarität in schwierigen Situationen nach. Die Werke haben gleichzeitig minimale Abmessungen für leichtes Abtransportieren von einem Ort zum anderen – denkend an die Entzogenheit, die die Menschen erleben, die alles hinten sich lassen müssen und nur wenige Gegenstände mitnehmen können, wurde diese Entscheidung für dieses Ausstellungsthema getroffen. Die an der Ausstellung teilnehmenden KünstlerInnen nähern sich an dem Begriff „Verlust“ im weiteren Sinn von verschiedenen Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln an. Manche Werke hinterfragen das auf den Kopf gestellte ökologische Gleichgewicht, und andere Werke hinterfragen die Effekte der unerwarteten Wechsel an Machtbeziehungen. Es werden auf Motive der Entwicklung der Zeit im Zusammenhang ganz am Anfang mit dem Verlust reflektiert, sowie dem Verlust des Symbols auf der Bildebene und des dadurch entstehenden Vakuums hingewiesen. Es wird der Spur des Aufbrechens sensorischer und geistiger Muster über die Vollständigkeit des menschlichen Körpers gefolgt. Gleichzeitig, wird auf die Spur der Gebrechlichkeit, die die monetären und organischen Vollständigkeiten beherbergen, sowie der Spur der kleinen Abrisse, die im täglichen Leben erfahren werden, in den Vordergrund gebrach. Manche Werke setzen sich mit kulturellen Verschlüsselungen auseinander; andere konzentrieren sich auf das Konzept des Opfers als freiwilligen Verlust, oder auf die Bemühungen unter den schweren Zuständen... In diesem Rahmen wird das Publikum eingeladen, einen Konnex zwischen der bestehenden Wertvorstellung der KünstlerInnen, die bei der Entstehung dieser Werke existiert haben und die Aussagekraft herzustellen.

 

Die an der Ausstellung teilnehmenden und mitgestaltenden KünsterInnen:

 

Kerem Ozan Bayraktar, Hera Büyüktaşçıyan, Erdem Ergaz, Ali Elmacı, Erol Eskici, Leyla Gediz, Oğuz Güdek, Ahmet Doğu İpek, Murat Morova, Aslı Özdemir, Deniz Pasha, Erinç Seymen, Burcu Yağcıoğlu

 

Vernissage: 18. Mai 19:00

 

Neustiftgasse 68/1

1070, Wien

 

 14.04.2016 - 19.00 Uhr

 14.04.2016 - 19.00 Uhr

Mekan68 präsentiert Arbeiten von Zekeriya Saribatur:

Wir laden Sie und Ihre FreundInnen herzlichst zur Ausstellungseröffnung Liquid Times.

 

Vernissage :  14. April um 19:00 Uhr 

                            Neustiftgasse 68/1

 

Das Eröffnungsgespräch wird von Mag. Boris Manner gehalten.

 

Der Künstler ist anwesend.

 

 

Über den Künstler

Zekeriya Saribatur verfolgt bereits seit vielen Jahren ein Moment der Malerei, das er in seinen Werken darstellt und das sich in diesen zugleich selbst repräsentiert. Dieses vielleicht zentrale Moment, man könnte es auch als den grundlegenden Impuls von Malerei bezeichnen, lässt sich als das Verhältnis von Gegenständlichkeit und Abstraktion begreifen. Wobei der Begriff der Abstraktion nicht als „ entfernt von der Natur“ verstanden werden darf. Auf dieses so häufig vorkommende Missverständnis verweist bereits Barnett Newman in seinem Essay „Das plasmische Bild“. Abstraktion würde dieser Definition folgend als Entfernung von den natürlichen Dingen in einer vereinfachten Kunst münden. Dies wäre der Versuch, die Gegenstände auf „grundlegende Muster“ zu reduzieren. Gegenständlichkeit in ähnlicher Weise vereinfachend gedacht, würde der Malerei die Rolle einer abbildenden Kraft zuweisen, deren Aufgabe die Feier einer bereits konstruierten, realen Wirklichkeit der Formen wäre. Zekeriya Saribatur ist sich der Untiefen dieser beiden möglichen Wege zur Form bewusst. Mit dem Wissen um die Eigenschaften und Gefahren dieser Konzepte kann man sein Werk als malerische Reflexion dieser grundlegenden Gestaltungsprinzipien lesen. In älteren Arbeiten verwendet Saribatur Elemente, die im Betrachter Assoziationen an impressionistische Fotografien auslösen. Diese Elemente kontrastiert er mit pastosen, kräftigen Farbflächen. Die Verbindung dieser scheinbar inkompatiblen Gestaltungsprinzipien leistet Saribatur durch die Evokation eines Zeitpunkts. Die Konfrontation plastischer Farbspuren und illusionistischer Weltdarstellung in den Werken führt zu einer Transfomation visuell-sinnlicher Impressionen in ein Zeiterlebnis durch den Betrachter. So verweisen die Bildobjekte dieser Arbeiten – pastose Farbspuren, impressionistisch anmutende Landschaften etc. – auf ein dahinterstehendes Sujet, das als Ereignis bezeichnet werden kann. Dieses ist ein Moment im Zeitstrom, der nicht festgehalten werden kann. Saribatur selbst gibt uns einen Hinweis auf diese Dimension, indem er Bildern einen Titel wie „Transitory“ gibt. Transitory bezeichnet ja das Transitorische: eine Qualität von Malerei, die bereits in der klassischen Kunst vorgestellt wurde. Es ist ein Verweis auf eine Qualität der Malerei, die auch eine Kunst der bewegten Bilder, wie sie durch das Kino repräsentiert wird, nicht einlösen kann: die Fähigkeit, aus dem Fluss der Zeit einen Moment in seiner Unverwechselbarkeit zu entbergen. In den jüngsten Arbeiten von Zekeriya Saribatur zeigt sich, zusätzlich zu den beiden bereits erwähnten Gestaltungsprinzipien, eine dritte Kraft. Auf die durch malerisch aufgetragene Farbflächen teils verdeckten „gegenständlichen“ Bereiche eines Bildes zeichnet der Künstler zarte grafische Spuren, die an das Gekritzel von Kinderzeichnungen und an ungelenke Schreibversuche erinnern. An dieser Stelle wird auch der Künstler selbst im Werk sichtbar. Fragil, präzise und ohne Bestand.

Copyright. Boris Manner, 2016

 26.02.2015 - 19.00 Uhr

 

MUTE IMAGES

 

Eröffnung: Donnerstag, 26. Februar um 19:00 Uhr

 

Die Ausstellung „Mute Images“ bezweckt die Entwicklung der Videosprache zu untersuchen, indem sie sich auf die Werke von Ferhat Özgür fokussiert, der sich seit Jahren mit Videokunst beschäftigt. Özgür studierte Malerei an der Universität Gazi und im folgenden an Universität Hacettepe in Ankara, wo er in Folge in Lehrfunktion tätig war. Seine Werke wurden unter anderem im MoMA PS1 (New York), im Marabouparken (Schweden), im MUMOK (Wien), in der Fondazione Sandretto re Rebaudengo (Torino), im Pompidou (Paris), in der Salzburg Moderne und der Istanbul Modern ausgestellt. Seine durch seinen Malerei-Hintergrund geprägte Vorstellung von Bild versucht Özgür in das Medium Video zu übersetzen und zu integrieren. Die Vorstellung des Bildes in seiner Entstehungsgeschichte wird in der Ausstellung durch Foto- und Videoarbeiten der letzten 10 Jahre unter die Lupe genommen.

Der zeitgenössische französische Philosoph Jacques Rancière analysiert die Vorstellung des Bildes und dadurch entstandene erkenntnistheoretische Auseinandersetzungen mit Hilfe von „mute speech“. In literaturtheoretischem Sinne weist dies auf die Entwicklung vom Verbalem in Nonverbalem hin.

Nach Ranciere zeigen die Verschiebungen des erkenntnistheoretischen Modernismus analoges, d.h. die Darstellung von der Erzählung einer Geschichte in der Visualisierung der Beobachtung. Aus der Perspektive der Videokunst kann man diese Erklärung von Rancière die Videokunst um die 1960er Jahre herum betreffend, scheint die Theorie Rancières zuzutreffen, doch erst nach den 90er Jahren kehrt die erzählerische Art der Videokunst zurück. 

In der frühen Vergangenheit spielte das Bild und seine Repräsentation eine wichtige Rolle in der nonverbalen Sprache, in der Gegenwart jedoch haben die Wörter diese Rolle übernommen. Dieser Wandel spiegelt sich in Ferhat Özgürs Videoarbeiten wider.

Seien es auch nur kleine Schritte, wird durch die Ausstellung „MUTE IMAGES“ versucht, das Bild an sich und seine Oszillation zwischen verbaler und nonverbaler Ebene zu untersuchen.